Was kostet eine Webseite 2026? Preise, Positionen und laufende Kosten
„Was kostet eine Website?“ ist eine Frage wie „Was kostet ein Auto?“. Die ehrliche Antwort lautet: zwischen 500 und 50.000 €, je nachdem was Sie brauchen. Dieser Artikel macht die Spanne greifbar – mit konkreten Preisen nach Projekttyp, einer Aufschlüsselung wofür das Geld tatsächlich draufgeht, und den laufenden Kosten, die in Angeboten meist fehlen.
Die Preisspannen im Überblick
| Projekttyp | Umfang | Investition | Dauer |
|---|---|---|---|
| Baukasten selbst gebaut | Vorlage, eigene Texte, eigene Bilder | 150 – 500 € / Jahr | Tage |
| Kleine Unternehmensseite | 5–10 Seiten, WordPress, angepasstes Theme | 2.500 – 6.000 € | 3 – 6 Wochen |
| Professionelle Website | 10–25 Seiten, individuelles Design, SEO-Grundaufbau | 6.000 – 15.000 € | 6 – 12 Wochen |
| Anspruchsvolle Website | Individuelle Funktionen, Mehrsprachigkeit, Schnittstellen | 15.000 – 40.000 € | 3 – 5 Monate |
| Onlineshop | Je nach System und Sortiment | ab 6.000 € | 2 – 6 Monate |
Für Shops gelten eigene Regeln – die Kosten dazu stehen in unserem Artikel zum Onlineshop erstellen lassen.
Wofür das Geld tatsächlich draufgeht
Viele erwarten, dass der Großteil ins Design fließt. Tatsächlich verteilt es sich anders:
- Konzept und Struktur – 10 bis 15 %. Welche Seiten, welche Inhalte, welcher Weg vom Besucher zur Anfrage. Wird gern gespart und rächt sich später
- Design – 20 bis 30 %. Entwurf, Abstimmung, Anpassung an Marke und Zielgruppe
- Technische Umsetzung – 30 bis 40 %. Der größte Block: Design in funktionierenden Code übersetzen, responsiv, schnell, sicher
- Inhalte einpflegen – 10 bis 20 %. Texte, Bilder, Formulare, Rechtstexte
- Test und Launch – 10 %. Browser, Geräte, Formulare, Ladezeiten
Was in dieser Rechnung nicht auftaucht, aber Wirkung hat: SEO-Grundaufbau, Sicherheitskonfiguration und Barrierefreiheit. Nachträglich einzubauen kostet mehr als von Anfang an mitzudenken – warum, erklärt unser Artikel Was eine professionelle Website wirklich ausmacht.
Die laufenden Kosten, die niemand nennt
Eine Website ist kein einmaliger Kauf. Was jährlich anfällt:
- Domain: 10 bis 20 € pro Jahr
- Hosting: 60 bis 600 € pro Jahr, je nach Anspruch
- Wartung: 300 bis 2.000 € pro Jahr für Updates, Backups und Sicherheits-Patches
- Inhaltliche Pflege: je nachdem, ob Sie selbst schreiben oder schreiben lassen
Wer die Wartung streicht, spart kurzfristig und zahlt langfristig: Eine ungepflegte WordPress-Installation ist nach zwei Jahren ein Sicherheitsrisiko. Mehr dazu im Artikel zur Website-Wartung.
Warum Angebote so unterschiedlich ausfallen
Drei Angebote für dasselbe Projekt: 2.000 €, 8.000 €, 20.000 €. Alle drei können seriös sein – sie beschreiben nur unterschiedliche Leistungen.
Das günstige Angebot
Meist ein fertiges Theme mit Farbanpassung und Ihren Texten. Kann für einen Handwerksbetrieb mit fünf Seiten völlig ausreichen. Was typischerweise fehlt: SEO-Grundaufbau, Performance-Optimierung, Erweiterbarkeit.
Das mittlere Angebot
Individuelles Design auf solider technischer Basis, SEO von Anfang an mitgedacht, saubere Struktur. Für die meisten mittelständischen Unternehmen der richtige Bereich.
Das hohe Angebot
Individuelle Funktionen, Schnittstellen zu anderen Systemen, aufwendige Gestaltung, mehrsprachig. Gerechtfertigt bei entsprechendem Bedarf – überdimensioniert, wenn Sie eine Visitenkarte im Netz brauchen.
Die entscheidende Frage an jeden Anbieter: Was genau ist enthalten – und was kostet extra? Ein Angebot ohne Leistungsbeschreibung ist keine Grundlage für eine Entscheidung. Worauf Sie bei der Anbieterwahl sonst achten sollten, steht in unserem Artikel Webagentur finden.
Wo sich Sparen lohnt – und wo nicht
Sinnvoll sparen
- Beim Umfang: Mit acht guten Seiten starten statt mit dreißig mittelmäßigen. Erweitern geht immer
- Bei den Texten: Wenn Sie schreiben können, schreiben Sie selbst. Sie kennen Ihre Kunden besser als jeder Texter
- Bei Bildern: Gute Handyfotos vom echten Betrieb schlagen Stockfotos – bei Menschen und bei Google
- Bei Funktionen: Buchungssystem, Kundenbereich, Chat – braucht das jemand, oder klingt es nur gut?
Falsch gespart
- Beim Hosting: Der günstigste Tarif macht jede Optimierung zunichte
- Bei der Wartung: Der teuerste Fehler überhaupt – Sicherheitsprobleme kosten ein Vielfaches
- Bei den Rechtstexten: Impressum und Datenschutz sind abmahnfähig
- Beim SEO-Grundaufbau: Nachträglich reparieren kostet mehr als richtig bauen
- Bei den Weiterleitungen: Bei einem Relaunch ohne 301-Weiterleitungen verlieren Sie jahrelang aufgebaute Rankings – siehe Website-Relaunch
Neue rechtliche Anforderung: Barrierefreiheit
Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Es verpflichtet Unternehmen, die digitale Dienstleistungen für Verbraucher anbieten – vor allem Onlineshops und Buchungsportale – ihre Angebote barrierefrei zu gestalten. Reine B2B-Websites und Kleinstunternehmen unter 10 Beschäftigten mit maximal 2 Millionen € Umsatz sind grundsätzlich ausgenommen.
Praktisch bedeutet das Aufwand für ausreichende Kontraste, Bedienbarkeit per Tastatur, sinnvolle Alt-Texte und klare Formularbeschriftungen. Der gute Teil: Vieles davon verbessert gleichzeitig die Nutzbarkeit für alle und wird von Google positiv bewertet. Ob Sie betroffen sind, sollte im Einzelfall rechtlich geprüft werden.
Häufige Fragen
Kann ich meine Website selbst bauen?
Mit Baukästen wie Wix oder Jimdo ja – für einen ersten Auftritt ist das eine legitime Lösung. Die Grenzen zeigen sich bei SEO-Kontrolle, individuellen Funktionen und wenn Sie später umziehen wollen. Rechnen Sie außerdem realistisch mit Ihrer eigenen Zeit: 40 bis 80 Stunden sind normal.
Warum ist WordPress so verbreitet?
Weil es kostenlos ist, sehr viele Entwickler es beherrschen und es sich fast beliebig erweitern lässt. Der Nachteil: Es braucht Pflege. Eine ungewartete WordPress-Seite ist ein Einfallstor.
Was kostet eine Website in Nürnberg im Vergleich?
Die Preise bewegen sich im bundesweiten Rahmen. Der Unterschied liegt weniger im Ort als im Anbietertyp: Große Agenturen kalkulieren mit mehr Overhead, spezialisierte kleine Teams meist günstiger bei vergleichbarer Qualität.
Wie lange hält eine Website?
Technisch mit Wartung fünf bis acht Jahre. Optisch wirken Designs nach drei bis fünf Jahren veraltet. Der Vorteil einer sauber gebauten Website: Ein Design-Refresh ist möglich, ohne die technische Basis anzufassen – das ist deutlich günstiger als ein Neubau.
Was ein Projekt bei uns kostet
Wir arbeiten mit Festpreisen, nicht mit offenen Stundenbudgets. Nach einem kostenlosen Erstgespräch bekommen Sie ein Angebot, in dem steht was enthalten ist – und was nicht.
Als Webagentur aus Nürnberg sagen wir Ihnen auch, wenn ein kleineres Projekt reicht. Ein 15.000-€-Auftritt für einen Betrieb, der fünf Anfragen im Monat braucht, ist kein guter Rat.
Unsere Leistungen finden Sie auf der Seite Webseite erstellen lassen, abgeschlossene Projekte auf unserer Referenzseite. Sprechen Sie uns an – Antwort innerhalb von 24 Stunden.
Ihr Projekt soll professionell starten?
Wir helfen bei Planung, technischer Umsetzung und nachhaltiger Sichtbarkeit.